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Robotron A5110



Herrgestellt vom Büromaschienenwerk Sömmerda, machte der A5150 Robotron den Auftakt der 8-Bit Bürocomputer. Er wurde 4226 mal gebaut, wobei der letzte 1987 das Werk verließ.
Mit dem A5110 hatte man einen komplett eingerichteten Arbeitsplatz. Das beinhaltete neben dem eigentlichen Rechner natürlich Tastatur, Monitor und auch Drucker.
Interessant dabei, Tastatur und Drucker sind eins, die Tastatur saß also Schreibmaschienenartig vor dem Druker.

Aus rein technischer Ansichtsweise war der A5110 der kleinste seiner Bauhreihe, der A51xx Serie. Zu dieser gehörten sowohl der A5120 als auch noch der A5130. Da der 5110 lediglich über 5 K1520 Slots verfügte, waren die Möglichkeiten der Erweiterung sehr gering.
Die ersten Modelle verfügten noch nicht über einen Bildschirm. Auf denen erfollgte die Ausgabe über eine Alphanummersiche Kleinanzeige, welche warscheinlich eine 1-zeiliege LED Anzeige war.


Erst später kam dann auch ein Monitor dazu, der eine Anzeige von 64 x 16 Zeichen ermöglicht.





Von diesem raren System sind heute lediglich noch 2 Exemplare mit Standort bekannt, von denen eines noch Betriebsfähig ist.

Hier ein Auszug aus der Fachzeitschrift Computerwoche aus dem Jahr 1982, Ausgabe 24.

Mit zum Teil neuen Exponaten ihrer Computerindustrie warteten die Comecon-Länder auch in diesem Jahr wieder auf der Hannover-Messe auf. Die DDR und Ungarn präsentierten sich dabei mit dem breitesten Leistungsspektrum, während die Sowjetunion wie schon 1981 nicht vertreten war.

Das Kombinat Robotron Dresden aus der DDR, alleiniger Hersteller rechentechnischer Erzeugnisse, war wiederum mit seiner neuesten Rechen- und Bürotechnik in Hannover vertreten. Im Mittelpunkt des Robotron-Angebotes stand das kommerzielle Basisrechnersystem A 6402 dessen Grundlage der Robotron-Mikrorechner K 1630 mit 16 Bit Verarbeitungsbreite und zwei CPU U 830 mit je acht Bit bildet.

Dieses System gehört wie die ebenfalls vorgestellten Bürocomputersysteme A 5110 und A 5120 (Basis: Robotron-Mikrocomputersystem K 1520 mit 8-Bit-CPU U 880 D), das Datenerfassungssystem A 5220 (Mehrplatzsystem zur Erfassung von Massendaten auf Magnetdatenträgern mit DFÜ-Anschluß, Seriendrucker und Bildschirm) und die vorgestellten OEM-Erzeugnisse zum neuen Erzeugnisprogramm "Dezentrale Datentechnik".

Daneben stellte Robotron spezielle Anwenderlösungen vor. Hierzu zählte vor allem das bereits auf der Leipziger Frühjahrsmesse erstmals demonstrierte System zur "Bestrahlungsplanung Dopsy". Nach den Messeinformationen kann damit eine individuelle Bestrahlungsplanung für jeden an Krebs erkrankten Patienten durchgeführt werden, bei der neben den Parametern des Bestrahlungsgerätes auch die individuellen topometrischen Verhältnisse des Erkrankten im Bestrahlungsfeld berücksichtigt werden.

Hardwareseitig besteht das System aus dem Mikrorechner K 1630 als Zentralprozessor und einer auf den konkreten Anwendungsfall bezogenen Peripherie.

Außerdem stellte Robotron das Org.- und Softwarepaket "Marmedo" und das Geburtenüberwachungssystem "Natali" vor. Das Marmedo-Softwarepaket enthält unter anderem Möglichkeiten der Röntgen- und EKG-Befundbeschreibung sowie eine rechnergesteuerte Terminkontrolle. Das System Natali dagegen ist für eine mikrorechnergesteuerte überwachung des Geburtenvorganges konzipiert worden. In beiden Fällen bildet das Bčrocomputersystem A 5120 mit spezieller Konfiguration die Basis.

Die neue Fertigungslinie "Dezentrale Datentechnik" von Robotron umfaßt Bürocomputer, Basisrechnersysteme, Textsysteme, Datenerfassungsgeräte sowie Terminals und OEM-Erzeugnisse. Mit ihr hat man nunmehr nach Herstellerangaben eine Möglichkeit gefunden, das gegenüber dem Westen bestehende Niveaugefälle abzubauen.

Der größte ungarische Hersteller rechentechnischer Erzeugnisse, die Videoton Elektronischen Werke aus Budapest, präsentierte auf der Hannover-Messe wiederum eine umfangreiche Produktpalette mit den dazugehÜrigen ProblemlÜsungen. Schwerpunkte des Ausstellungsprogramms waren das Rechnersystem VT 600 mit CAD/CAM-Anwendungsbeispielen und einem Programmpaket für den Maschinenbau das Dialogsystem VT 30 mit dem Softwarepaket "Bora" (Bildschirmorientiertes Reiseveranstalter-Anwendungssystem), das Display-Terminal VDT 52 121 mit Rastergrafik sowie das Radiozirkulograph NS 111 für medizinische Anwendungen.







Das war ein Auszug aus der Fachzeitschift Computerwoche aus dem Jahr 1982, Ausgabe 24.


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